
Diese Blumen blühen im Sommer
Wo Wildblumen blühen, summt das Leben in seiner buntesten Form.
Der Strauß des Lebens: Gute-Laune-Blumen, Bleib-Gesund-Kräuter und Glücksklee.
wilde Möhre
wilde Möhre (Daucus carota)
Erkennungsmerkmal: Beim Verreiben der Blätter riecht es nach Karotte. Unterhalb der weißen Blütendolde befindet sich ein markantes “Gitter” aus dreiteiligen Hüllblättern.
Giftigkeit / Essbarkeit: Komplett essbar. Die Pfahlwurzeln sind kleine, weiße, aromatische Wildkarotten. Achtung nicht Verwechseln mit dem hochgiftigen Gefleckten Schierling!
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Trockene Wiesen, Wegränder, Dämme; liebt sonnige Plätze.

Wenn man die Blätter verreibt riecht es nach Karotte

Samenstand, die flauschig aussehenden Samen werden Nachts durch Zusammenrollen geschützt

Das Beste Erkennungsmerkmal ist das “Gitter” aus Hüllblätter unterhalb der Blüte
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Ausbreitung über Klett-Samen.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Phantastischer Samenstand: Die dolde zieht sich körbchenartig zusammen. Die flauschig/borstig aussehenden Samen schützen sich dadurch nachts.
Weide-Eignung: Hervorragende, gern gefressene und gesunde Futterpflanze im Heu und auf der Weide.
Ökologischer Wert: Die wichtigste Hauptfutterpflanze für die Raupen des wunderschönen Schwalbenschwanz-Schmetterlings. Zudem ein unersetzlicher Magnet für unzählige Käfer, Wildbienen und Schwebfliegen.

Wenn man die Blätter verreibt riecht es nach Karotte

Samenstand, die flauschig aussehenden Samen werden Nachts durch Zusammenrollen geschützt

Das Beste Erkennungsmerkmal ist das “Gitter” aus Hüllblätter unterhalb der Blüte
Kornblume
Kornblume (Centaurea cyanus)
Erkennungsmerkmal: Unverwechselbare, tief kornblumenblaue Blütenköpfe und schmale, graugrün angehauchte Blätter.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig und essbar. Die leuchtend blauen Blüten eignen sich perfekt als essbare Dekoration.
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Äcker, Brachflächen, Schuttplätze; liebt offene, sonnige Böden.

Blüten

Samen befinden sich in den sternförmigen Blütenherzen

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Vermehrt sich ausschließlich über Samen.
Vorkommen / Schutz: Durch moderne Landwirtschaft (Herbizide) stark zurückgedrängt, regional gefährdet!
Samenstand / Kapsel: Die Samen reifen gut geschützt in den harten, strohigen, sternförmigen Blütenherzen (Kelchen).
Weide-Eignung: Unbedenklich, im Heu unproblematisch.
Ökologischer Wert: Bietet enorm hochwertigen Nektar mit sehr hohem Zuckeranteil. Über 30 Wildbienenarten nutzen sie, darunter die akut bedrohte und spezialisierte Kornblumen-Mauerbiene (Megachile maritima).

Blüten

Samen befinden sich in den sternförmigen Blütenherzen

Auf der Wiese
Rossminze
Rossminze (Mentha longifolia)
Erkennungsmerkmal: Lanzettliche, graugrüne, weich behaarte Blätter, die beim Verreiben intensiv nach Minze duften; hellviolette bis rosa Blütenähren.
Giftigkeit / Essbarkeit: Essbar. Sehr gut als aromatischer Tee und Küchenkraut / Gewürz nutzbar.
Blütezeit: Juli – September.
Standort / Boden: Liebt extreme Feuchtigkeit; Gräben, Bachufer, feuchte bis nasse Wiesen.

Blüten

Die Samen befinden sich im verblühten Blütenkopf.

Rossminze liebt Feuchtigkeit
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breitet sich über unterirdische Ausläufer sehr stark aus.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die winzigen Samen sitzen nach der Blüte in den braun und trocken gewordenen, ährenförmigen Blütenköpfen.
Weide-Eignung: Wird von Pferden und Rindern wegen des starken Minzgeruchs meist stehen gelassen; in kleinen Mengen im Heu unbedenklich.
Ökologischer Wert: Ein Insektenmagnet der Extraklasse im Hochsommer. Zieht Schmetterlinge, Schwebfliegen und über 20 Wildbienenarten magisch an.

Blüten

Die Samen befinden sich im verblühten Blütenkopf.

Rossminze liebt Feuchtigkeit
Blutweiderich
Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Erkennungsmerkmal: Große, aufrechte, weithin leuchtende, purpurrote bis magenta Blütenkerzen; weidenähnliche Blätter.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Junge Triebe und Blüten wurden früher in Notzeiten gegessen.
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Braucht zwingend Feuchtigkeit; feuchte Wiesen, Uferzonen, Gräben und Teichränder.

Blutweiderich braucht Feuchtigkeit


Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßige bis gute Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die Samen bilden sich nach dem Verblühen am Stängel in aufrechten, braunen Kapseln.
Weide-Eignung: Unbedenklich, wird im Heu problemlos mitgefressen.
Ökologischer Wert: Überlebenswichtig für spezialisierte, teils extrem seltene Wildbienen wie die Blutweiderich-Langhornbiene (Eucera salicariae) und die Blutweiderich-Sägebiene. Auch ein wichtiger Nektarspender für Schmetterlinge.

Blutweiderich braucht Feuchtigkeit

Die Samen bilden sich am Stängel in aufrechten Kapseln

Auf der Wiese
Gilbweiderich
Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
Erkennungsmerkmal: Aufrechter Wuchs mit pyramidenartig angeordneten, leuchtend gelben Blütensternen.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, besitzt aber keinen kulinarischen Wert.
Blütezeit: Juni – August (relativ kurzes Zeitfenster).
Standort / Boden: Braucht Feuchtigkeit; schattige bis sonnige Ufer, feuchte Wälder und nasse Wiesen.

Gildweiderich braucht Feuchtigkeit

Die Samen sind kleine braune Kugeln die nach dem Verblühen dicht am Stängel sitzen.
Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Ausbreitung über Ausläufer.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die Samen reifen in kleinen, braunen Kugeln (Kapseln), die nach dem Verblühen dicht gedrängt direkt am Stängel sitzen.
Weide-Eignung: Aufgrund von Gerbstoffen eher minderwertiges Futter, wird meist gemieden.
Ökologischer Wert: Bietet eine biologische Sensation: Er produziert keinen Nektar, sondern neben Pollen ein spezielles Blütenöl. Dieses benötigen sehr seltene Schenkelbienen (Macropis) zwingend, um damit ihre Brutnester wasserdicht auszukleiden und die Larven zu ernähren.

Gildweiderich braucht Feuchtigkeit

Die Samen sind kleine braune Kugeln die nach dem Verblühen dicht am Stängel sitzen.
Auf der Wiese
Lavendel
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Erkennungsmerkmal: Graugrüne, schmale Blätter, intensiv aromatischer Duft und violette Blütenähren auf aufrechten Stängeln.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Hervorragend als Küchenkraut, Gewürz und beruhigender Tee nutzbar.
Blütezeit: Juni – August.
Standort / Boden: Extrem sonnig, trocken, mager und kalkreich (mediterraner Charakter).

Blüten

Die Samen

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Nein (Heimisch im Mittelmeerraum, bei uns aber voll etabliert und winterhart). Mäßige Ausbreitung im Garten.
Vorkommen / Schutz: Kulturpflanze / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die winzigen, schwarzen Samen reifen in den vertrockneten Blütenkelchen entlang der Ähre.
Weide-Eignung: Wird von heimischen Weidetieren wegen der intensiven ätherischen Öle meist komplett gemieden.
Ökologischer Wert: Ein absoluter Insektenmagnet im Hochsommer. Schmetterlinge, Hummeln und über 20 heimische Wildbienenarten laben sich an ihm. Besonders die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) verteidigt Lavendelbüsche aggressiv als ihr Revier.

Blüten

Die Samen

Auf der Wiese
Quirlblütiger Salbei
Quirlblütiger Salbei (Salvia verticillata)
Erkennungsmerkmal: Die violetten Blüten sitzen in deutlich voneinander abgesetzten, dichten Ringen (Quirlen) rund um den behaarten Stängel.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig und essbar (würziges Aroma, ähnlich dem Gartensalbei, aber milder).
Blütezeit: Juni – August.
Standort / Boden: Sonnige, trockene Wiesen, Halbtrockenrasen, Wegränder; kalkliebend.

Blüten

Die Samen
Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßige Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Mäßig häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Nach dem Abblühen bleiben die harten, braunen Kelchquirle am Stängel zurück, in denen die kleinen Samenkörner sitzen.
Weide-Eignung: Wird wegen der Behaarung und der ätherischen Öle frisch eher gemieden, im Heu unbedenklich.
Ökologischer Wert: Ein Paradies für langrüsselige Hummeln, die imposante Holzbiene (Xylocopa) und über 15 spezialisierte Wildbienenarten, die den raffinierten Hebelmechanismus der Salbeiblüte bedienen können.

Blüten

Die Samen
Auf der Wiese
Kratzdisteln
Kratzdisteln (Cirsium)
Erkennungsmerkmal: Wehrhafte, stark stachelige Blätter und Stängel mit violetten, dichten Blütenkörbchen.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Die geschälten Stängel und Wurzeln mancher Arten sind sogar essbar.
Blütezeit: Juli – September (Samenstände halten bis tief in den Winter).
Standort / Boden: Wegränder, Weiden, Schuttplätze, feuchte oder trockene Brachen (je nach Art).

Blüten

Die Samen hängen an den Flugfäden dieser weißen Puschel.

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Sehr starke Ausbreitung über Wind und Wurzeln.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die Samen hängen an großen, weichen, weißen “Samenpuscheln” (Flugfäden).
Weide-Eignung: Auf Weiden wegen der harten Stacheln verhasst, im Heu nach dem Trocknen weicher
Ökologischer Wert: Ökologische Schwergewichte! Bieten gigantische Nektarmengen für Hummeln, Schmetterlinge und Wildbienen. Im Winter sind die stehengelassenen Samenstände wichtig für Distelfinken (Stieglitze) und andere Vögel.

Blüten

Die Samen hängen an den Flugfäden dieser weißen Puschel.

Auf der Wiese
Kleinblütige Bergminze
Kleinblütige Bergminze (Clinopodium menthifolium / Nepeta)
Erkennungsmerkmal: Kleine, dezente, hellviolette bis weiße Lippenblüten, die in lockeren Büscheln stehen; weiche Blätter mit intensivem, sehr edlem Minz-Melissen-Duft.
Giftigkeit / Essbarkeit: Komplett essbar; fantastisches, feines Minzaroma für Tees und Salate.
Blütezeit: Juli – September (oft bis in den Oktober).
Standort / Boden: Trockene, sonnige bis halbschattige Waldränder, Gebüsche, kalkreich.

Blüten

Die Samen

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßige Ausbreitung.
Vorkommen / Schutz: Selten! Regional auf Roten Listen – in der freien Natur geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die winzigen Samen sitzen tief in den kleinen, trockenen, braun nach oben geöffneten Kelchbechern.
Weide-Eignung: Unbedenklich, wird wegen der ätherischen Öle im frischen Zustand meist gemieden.
Ökologischer Wert: Aufgrund ihrer Seltenheit ein kostbares Juwel im Spätsommer/Herbst. Sie wird leidenschaftlich von spezialisierten Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen besucht.

Blüten

Die Samen

Auf der Wiese
Kronen-Lichtnelke
Kronen-Lichtnelke (Silene coronaria)
Ökologischer Wert: Wichtige Nektarquelle für langrüsselige Hummeln, Wildbienen und Nachtfalter. Die filzige Behaarung dient einigen Wollbienenarten als Nestbaumaterial.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, aber geschmacklich unbedeutend und kein traditionelles Lebensmittel. Die samtig behaarten Blätter wurden früher als Lampendochte genutzt.
Blütezeit: Juni – August.
Standort / Boden: Sonnige, trockene Plätze, magere und gut durchlässige Sand- oder Kiesböden.

Blüten

Eiförmige Kapselfrüche die am Stängel stehen

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: In Südeuropa heimisch, in Mitteleuropa eingebürgert (Archäophyt). Versamt sich an optimalen Standorten sehr willig und mäßig stark.
Vorkommen / Schutz: Zerstreut verwildert / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Eiförmige, ledrige Kapselfrüchte, die sich bei Reife oben mit 5 Zähnen öffnen und viele kleine, dunkle Samen freigeben.
Weide-Eignung: Unbedenklich, wird wegen der Behaarung von Weidetieren meist gemieden.

Blüten

Eiförmige Kapselfrüche die am Stängel stehen enthalten die Samen

Auf der Wiese
Mauerpfeffer
Mauerpfeffer (Sedum acre – Scharfer Mauerpfeffer)
Ökologischer Wert: Extrem trockenheitsresistenter Bodendecker. Hauptnahrungspflanze für die Raupen des seltenen Apollofalters und wichtige Nektarquelle für spezialisierte Wildbienen.
Giftigkeit / Essbarkeit: Schwach giftig. Schmeckt brennend scharf. Verzehr größerer Mengen führt zu Schleimhautreizungen und Erbrechen.
Blütezeit: Juni – August.
Standort / Boden: Extrem sonnig und trocken. Auf Mauern, Felsen, Sand- und Kiesböden.

Blüten

Die verblühten Blüten bilden sternartig gespreizte Samenkapseln

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breitet sich über kriechende Ausläufer mattenartig und mäßig aus.
Vorkommen / Schutz: Häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Sternförmig gespreizte Balgfrüchte, die winzige, staubfeine Samen enthalten.
Weide-Eignung: Aufgrund der Schärfe und Alkaloide für Weidetiere ungeeignet, wird auf der Weide verschmäht.

Blüten

Die verblühten Blüten bilden sternartig gespreizte Samenkapseln

Auf der Wiese
gewöhnliche Nachtkerze
Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis)
Ökologischer Wert: Die Blüten öffnen sich erst in der Abenddämmerung innerhalb weniger Minuten. Sie ist eine überlebenswichtige Futterquelle für Nachtfalter (z. B. Schwärmer).
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Komplett essbar. Die fleischige Wurzel schmeckt gekocht wie Pastinake (“Schinkenwurz”), Blüten sind eine süße Dekoration, Samen liefern wertvolles Gamma-Linolensäure-Öl.
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Sonnige Ruderalflächen, Bahndämme, sandige und kiesige Böden.

Blüten

aufrechte, längliche, holzige Kapselfrüchte

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Eingebürgert (Neophyt aus Nordamerika). Breitet sich durch starke Samenbildung mäßig bis stark aus.
Vorkommen / Schutz: Häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Längliche, vierkantige Kapseln, die von unten nach oben aufplatzen und hunderte kleine Samen entlassen.
Weide-Eignung: Unbedenklich, hat im Heu jedoch keinen nennenswerten Futterwert.

Blüten

aufrechte, längliche, holzige Kapselfrüchte

Auf der Wiese
Rainfarn
Rainfarn (Tanacetum vulgare)
Ökologischer Wert: Gigantischer Magnet für Insekten. Wirtspflanze für zahlreiche spezialisierte Wildbienen, Käfer und die Raupen des Rainfarn-Blattkäfers. Ein Sud vertreibt Blattläuse im Garten.
Giftigkeit / Essbarkeit: Giftig (besonders das ätherische Öl Thujon). Nicht zum Verzehr geeignet. Wurde früher als Wurmmittel genutzt, birgt aber hohe Vergiftungsgefahr.
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Sonnige Wegränder, Dämme, Schuttplätze; liebt nährstoffreiche, lehmige Böden.

Blüten

einfach die brauen Blütenkörbchen

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breitet sich über Wurzelkriecher und Samen stark aus.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Unscheinbare, fünfkantige Scheinfrüchte (Achänen) ohne Haarkrone, die im vertrockneten, braunen Blütenkopf sitzen.
Weide-Eignung: Giftig für Pferde und Rinder, führt bei Verzehr größerer Mengen zu Krämpfen und Leberschäden. Wird wegen des bitteren Geschmacks meist gemieden.

Blüten

einfach die brauen Blütenkörbchen

Auf der Wiese
echtes Johanniskraut
Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Ökologischer Wert: Pollenreiche Pflanze, die von Hummeln, Schwebfliegen und Käfern intensiv genutzt wird. Hauptfutterpflanze für die Raupen des Johanniskraut-Spanners.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, aber medizinisch hochwirksam. Junge Blätter und Blüten eignen sich für Tees und Öle (“Rotöl”). Kann bei Einnahme die Lichtempfindlichkeit der Haut stark erhöhen.
Blütezeit: Juni – August (traditionell ab dem Johannistag, 24. Juni).
Standort / Boden: Sonnige bis halbschattige Magerrasen, Waldränder, Bahndämme; trocken bis mäßig frisch.

Blüten

Eiförmige Kapseln stehen dicht an dicht an der Spitze der Stängel mit den Samen

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig bis stark durch Ausläufer und Samen.
Vorkommen / Schutz: Häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Dreifächerige, eiförmige Kapseln, die bei Reife aufspringen und klebrige, raue Samen freisetzen.
Weide-Eignung: Problematisch. Verursacht bei Weidetieren (besonders hellhäutigen Schafen und Pferden) die “Hartheu-Krankheit” – eine schmerzhafte Hautentzündung durch Sonnenlicht.

Blüten

Eiförmige Kapseln stehen dicht an dicht an der Spitze der Stängel mit den Samen

Auf der Wiese
Glockenblumen
Glockenblumen (Campanula)
Ökologischer Wert: Überlebenswichtig für spezialisierte Glockenblumen-Scherenbienen und -Sägehornbienen. die Blüten sind für Insekten ein wärmender Schlafplatz bei Regen.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Blüten und Blätter fast aller heimischen Arten sind essbar und schmecken mild-süßlich im Salat.
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Je nach Art sonnige Wiesen, Waldränder oder Felsspalten

Blüten

Die verblühten Blüten werden zu trockenen braunen Kapseln

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig.
Vorkommen / Schutz: Verbreitet, einige alpine Arten stehen unter Naturschutz.
Samenstand / Kapsel: Porenkapseln, die sich bei Trockenheit im Wind öffnen und die Samen wie ein Salzstreuer ausschütten.
Weide-Eignung: Unbedenklich und ein gern gesehenes Beifutter auf Bergweiden.

Blüten

Die verblühten Blüten werden zu trockenen braunen Kapseln

Auf der Wiese
wilde Malve
Wilde Malve (Malva sylvestris)
Ökologischer Wert: Magnet für Hummeln und die spezialisierte Malven-Langhornbiene. Die tiefe Pfahlwurzel lockert verdichtete, stickstoffreiche Böden auf.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Komplett essbar. Blätter und Blüten wirken reizlindernd als Tee und machen Suppen sämig. Die unreifen grünen Früchte schmecken nussig
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Sonnige Wegränder, Mauern, liebt stickstoffreiche Böden.

Blüten

kleine braune Kapseln wie Kaiserbrötchen enthalten die Samen

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig bis stark durch reiche Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Runde, scheibenförmige Spaltfrüchte, wie kleine Kaiserbrötchen
Weide-Eignung: Unbedenklich, wird wegen der rauen Behaarung von Weidetieren aber eher nachrangig gefressen.

Blüten

kleine braune Kapseln wie Kaiserbrötchen enthalten die Samen

Auf der Wiese
Hopfendost / Dost
Hopfendost / Wilder Majoran (Origanum vulgare)
Ökologischer Wert: absoluter Top-Insektenmagneten. Zieht hunderte Arten von Schmetterlingen (besonders Bläulinge), Schwebfliegen und Wildbienen magisch an.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Vollständig essbar. (Oregano). aromatisch, verdauungsfördernd und antibakteriell als Tee oder Gewürz.
Blütezeit: Juli – September.
Standort / Boden: Warme, sonnige Böschungen, Magerrasen, Waldränder; kalkliebend und trocken.

Blüten

vertrocknen papierartig in braun-violett

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig bis stark über kriechende Rhizome und Samen.
Vorkommen / Schutz: Häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kleine, braune Klausenfrüchte sitzen in den vertrockneten, dunkelvioletten Hochblättern.
Weide-Eignung: Unbedenklich, wird aufgrund der ätherischen Öle frisch meist gemieden, getrocknet im Heu aber beliebt durch guten Duft.

Blüten

Die Blütenköpfchen vertrocknen und werden braun und hart

Auf der Wiese
gemeiner Odermennig
Gemeiner Odermennig (Agrimonia eupatoria)
Ökologischer Wert: Wichtige Pollenquelle für Schwebfliegen und solitäre Wildbienen. Die tiefe Wurzel zieht Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten hoch
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Blätter und Blütenstände ergeben einen traditionellen, herben Tee bei Halsschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Sonnige bis halbschattige Magerrasen, Ackerränder, lichte Wälder

Blüten

Kreiselförmige Kletten

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig.
Vorkommen / Schutz: Häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kreiselförmige Scheinfrüchte, die mit einem Kranz aus kleinen Hakenborsten besetzt sind. Sie kletten im Fell von Tieren
Weide-Eignung: Unbedenklich. Wird wegen der herben Gerbstoffe frisch von Tieren verschmäht, schadet im Heu nicht.

Blüten

Kreiselförmige Kletten

Luzerne
Luzerne (Medicago sativa)
Ökologischer Wert: düngt den Boden aktiv selbst. Ihre Pfahlwurzeln reichen tief und lockern den Unterboden auf. Wichtig für Hummeln und Blattschneiderbienen.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Junge Triebe und Keimlinge (Sprossen) sind essbar und sehr proteinreich.
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Sonnige Wiesen, Äcker, Wegränder; tiefgründige, kalkhaltige und trockene bis frische Böden.

Blüten

braune spiralförmige Samen

Standorttreu durch Pfahlwurzeln
Heimisch / Ausbreitung: Eingebürgert (Archäophyt). Mäßig bis stark.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Schneckenhausartig gewundene Hülsenfrüchte, die mehrere nierenförmige Samen enthalten.
Weide-Eignung: Hervorragend. Eine der wertvollsten Futterpflanzen (“Königin der Futterpflanzen”), extrem protein- und calciumreich.

Blüten

braune spiralförmige Samen

Standorttreu durch Pfahlwurzeln
Sumpf-Schafgarbe
Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
Ökologischer Wert: Wichtige Nektarpflanze für Sumpf- und Wasserschwebfliegen, Käfer sowie für spezialisierte Wildbienen der Feuchtgebiete.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, aber sehr bitter. Junge Blätter können feingehackt als herbes Gewürz genutzt werden.
Blütezeit: Juli – September.
Standort / Boden: Feuchtwiesen, Gräben, Ufer, Moorränder; feuchte bis nasse Böden.

Blüten

braun gewordene Blütenköpfe

Mag es feucht
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig bis stark über kriechende Rhizome.
Vorkommen / Schutz: Zerstreut bis häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kleine, abgeflachte Scheinfrüchte, die dicht gedrängt in den Körbchen sitzen.
Weide-Eignung: Unbedenklich, wird im frischen Zustand wegen der Bitterstoffe auf nassen Wiesen vom Vieh gemieden.

Blüten

braun gewordene Blütenköpfe

Mag es feucht
Weideröschen
Weideröschen (Epilobium – z.B. Schmalblättriges Weideröschen)
Ökologischer Wert: Massen-Nektarquelle für Honig- und Wildbienen. Hauptfutterpflanze für die spektakuläre Raupe des Weidenschwärmers und des Mittleren Weinschnappers.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Komplett essbar. Aus den Blättern lässt sich durch Fermentation ein Schwarztee-Ersatz herstellen. Junge Triebe schmecken wie Spargel.
Blütezeit: Juni – August.
Standort / Boden: Waldlichtungen, Kahlschläge, Bachufer; liebt lockere, nährstoffreiche Böden.

Blüten

Flugsamen an seidigen Fäden

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Extrem stark über Windflieger-Samen .
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Schmale, lange Kapseln, die aufspringen Samen mit seidigen, weißen Haarschöpfen entlassen.
Weide-Eignung: Unbedenklich. von Ziegen und Schafen gern gefressen, Rinder meiden es eher.

Blüten

Flugsamen an seidigen Fäden

Mutterkraut
Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
Ökologischer Wert: Zieht vor allem Schwebfliegen, kleine Käfer und Schlupfwespen an. Der intensive Duft wirkt im Garten leicht abwehrend auf Schädlinge.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, aber extrem bitter. Heilpflanze in der Volksmedizin gegen Migräne und Menstruationsbeschwerden Kann bei Kontakt Allergien auslösen.
Blütezeit: Juni – August.
Standort / Boden: Sonnige bis halbschattige Schuttplätze, Dorfstraßen, Gärten; nährstoffreich und eher frisch.

Blüten

einfach die braun gewordenen Blütenkörbchen

zum Teil als Heilpflanze genutzt, ist aber schwach giftig
Heimisch / Ausbreitung: Alter Kulturflüchtling (Archäophyt). Versamt sich an passenden Plätzen sehr stark.
Vorkommen / Schutz: Häufig verwildert / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kleine, rippige Samen ohne Haarkrone, die massenhaft aus den vertrockneten Korbblüten fallen.
Weide-Eignung: Ungeeignet. Wird wegen des extrem bitteren, stark aromatischen Geschmacks von allen Weidetieren strikt gemieden.

Blüten

einfach die braun gewordenen Blütenkörbchen

zum Teil als Heilpflanze genutzt, ist aber schwach giftig
Gipskraut
Gipskraut (Gypsophila – z.B. Rispen-Gipskraut)
Ökologischer Wert: Die riesigen, schleierartigen Blütenwolken bieten winzigen Insekten, Schwebfliegen und solitären Wespenarten eine ideale, leicht zugängliche Nahrungsfläche. Die tiefen Wurzeln stabilisieren lockere Sand- und Steppenböden.
Giftigkeit / Essbarkeit: Schwach giftig. Enthält Saponine. Nicht für den Verzehr geeignet.
Blütezeit: Juni – September.
Standort / Boden: Sonnige, trockene Steppenheiden, sandige und kalk-/gipshaltige Böden.

Blüten
rundliche Kapseln bilden sich an den Stängeln

mag es sandig und trocken
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch im Osten/Süden Mitteleuropas). Mäßig.
Vorkommen / Schutz: Selten in freier Natur (oft gefährdet) / Teilweise regional geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kleine, kugelige Kapseln, die sich mit 4 Klappen öffnen und nierenförmige Samen entlassen.
Weide-Eignung: Ungeeignet, wird wegen der Saponine vom Vieh gemieden.

Blüten
rundliche Kapseln bilden sich an den Stängeln

mag es sandig und trocken
große Brennnessel
Große Brennnessel (Urtica dioica)
Ökologischer Wert: Sie ist die exklusive oder primäre Futterpflanze für die Raupen von über 50 Schmetterlingsarten (darunter Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Admiral). Ihr dichtes Wurzelwerk stabilisiert den Boden und schützt vor Erosion.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Komplett essbar. Die jungen Blätter schmecken nussig-spinatartig und sind reich an Eisen, Calcium und Vitamin C.
Blütezeit: Juni – Oktober.
Standort / Boden: Stickstoffreiche, feuchte bis nasse Böden.



Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Stark ausbreitend durch kriechende Ausläufer (Rhizome) und Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt
Samenstand / Kapsel: traubenartige herabhängende Rispen
Weide-Eignung: Unbedenklich. Im frischen Zustand wird sie wegen der Brennhaare vom Vieh gemieden. Getrocknet im Heu oder leicht angewelkt ist sie ein hervorragendes Futter.



gelbliches Leimkraut
Gelbliches Leimkraut (Silene flos-cuculi / Silene flavescens etc.)
(Hinweis: Meist ist hier die nah verwandte gelbliche Varietät oder die “Kuckucks-Lichtnelke” gemeint. Stellvertretend für gelbliche, kalkliebende Leimkräuter wie Silene otites/flavescens):
Ökologischer Wert: Die oft nachts duftenden Blüten ziehen spezialisierte Nachtfalter an. Die klebrigen Stängelabschnitte fangen Blattläuse und andere Pflanzenschädlinge ab (“Leim”-Funktion).
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Geschmacklich unbedeutend, kein Speisekraut.
Blütezeit: Juni – August.
Standort / Boden: Trockene, sonnige Steppen- und Magerrasen; sandig-kiesig, oft stark kalkhaltig.

Blüten

runde Kelche stehen aufrecht an den Stängeln

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig.
Vorkommen / Schutz: Selten bis zerstreut / Je nach Region auf der Roten Liste.
Samenstand / Kapsel: Eiförmige Kapseln, die oft von klebrigen Kelchblättern geschützt werden, um kriechende Insekten abzuwehren.
Weide-Eignung: Unbedenklich, geringer Futterwert, wird meist ignoriert.

Blüten

runde Kelche stehen aufrecht an den Stängeln

Mädesüß
Mädesüß (Filipendula ulmaria)
Ökologischer Wert: Die intensiv süß duftenden Blütenwolken bieten gigantische Pollenmengen für Schwebfliegen, Käfer und über 25 Wildbienenarten. Seine dicken, holzigen Wurzelstöcke dringen tief in nasse, schwere Tonböden ein, belüften diese und regulieren aktiv den Wasserhaushalt der Wiese.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Komplett essbar. Blüten duften intensiv nach Honig und eignen sich hervorragend für Tees, Limonaden und Desserts. Enthält natürliche Salicylsäure (das “Ur-Aspirin”).
Blütezeit: Juni – August.
Standort / Boden: In Ufernähe, an Gräben, auf feuchten bis nassen Wiesen und Moorflächen.

Blüten

runde Kelche stehen aufrecht an den Stängeln

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig bis stark.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die Samen befinden sich in dicht geknäuelten, runden Kapseln, die optisch an winzige “Herzoginkartoffeln” erinnern.
Weide-Eignung: Unbedenklich. Wertvolle Heilpflanze für Tiere, wirkt im Heu entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Blüten

runde Kelche stehen aufrecht an den Stängeln

