
Diese Blumen blühen im Frühjahr
Blumen sind das Lächeln der Natur. Eine Wildblumenwiese ist ein gemaltes Lächeln der Erde.
Margeriten
Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare / Chrysanthemum)
Erkennungsmerkmal: Klassische “Gänseblümchen-Optik” in groß, mit weißen Strahlenblüten und intensiv gelbem Blütenkopf.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Junge Blätter und Blütenknospen können in den Salat gegeben werden.
Blütezeit: Mai – September (Hauptblüte im Frühsommer).
Standort / Boden: Sonnige Frischwiesen, Magerrasen, Wegränder.

Blüten

Die Samenstände sind die braun gewordenen Blütenkörbchen

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die Samen reifen offen in den braun und trocken gewordenen, flachen Blütenkörbchen.
Weide-Eignung: Mäßige Futterpflanze, wird frisch wegen der enthaltenen Bitterstoffe eher ungern gefressen, im Heu völlig unbedenklich.
Ökologischer Wert: Die Blütenkörbchen mit dem gelben Zentrum sind ein wertvoller Landeplatz und Nektarlieferant für Tagfalter, Käfer und unzählige Fliegenarten.

auf der Wiese


Klatschmohn
Klatschmohn (Papaver rhoeas)
Giftigkeit / Essbarkeit: Schmeckt mild, ist jedoch in allen Teilen schwach giftig (enthält Rhoeadin). Blütenblätter werden manchmal rein als optische Dekoration genutzt, vom Verzehr größerer Mengen ist abzuraten.
Blütezeit: Mai – August.
Standort / Boden: Getreidefelder, Schuttplätze, Brachen; liebt frische, kalkhaltige, offene Böden.

Blüten

Die Samen entwickeln sich im verholzten Fruchtknoten.

Sind sie reif geht der Deckel hoch und offenbart dadurch Löcher zum Samen herausstreuen.
Heimisch / Ausbreitung: Jein (eingebürgert / Archäophyt). Samt sich stark aus, wenn der Boden aufgewühlt wird.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die typische verholzte Mohn-Kapsel.
Weide-Eignung: Giftig für Pferde und Rinder, wird im frischen Zustand auf der Weide wegen des bitteren Geschmacks aber strikt gemieden.
Ökologischer Wert: Produziert zwar keinen Nektar, dafür aber gigantische Mengen an tiefschwarzem Pollen. Ein Paradies für Hummeln und Mohn-Mauerbienen (Osmia papaveris), welche die roten Blütenblätter nutzen, um ihre Brutbauten auszukleiden.



großer Bocksbart
Großer Bocksbart (Tragopogon dubius)
Standort / Boden: Sonnige, trockene Wiesen, Halbtrockenrasen, Wegränder.
Giftigkeit / Essbarkeit: Komplett essbar und sehr schmackhaft. Die Wurzeln können wie Spargel oder Schwarzwurzeln zubereitet werden; die jungen Triebe schmecken mild.
Blütezeit: Mai – Juli.

Blüten

Die Samen sind als riesige Pusteblume unterwegs.

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Verbreitung über den Wind.
Vorkommen / Schutz: Mäßig häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Verwandelt sich nach der Blüte in eine riesige, spektakuläre Pusteblume (deutlich größer als beim Löwenzahn) mit federartigen Fallschirmchen.
Weide-Eignung: Wertvolle, eiweißreiche und vom Vieh sehr gern gefressene Futterpflanze.
Ökologischer Wert: Die Blüten öffnen sich nur in den frühen Morgenstunden und schließen sich mittags. Lebenswichtige Pollenquelle für spezialisierte Wildbienen wie die seltene Bocksbart-Sandbiene (Andrena humilis). Dient zudem verschiedenen Nachtfalter-Raupen als Nahrung.
Erkennungsmerkmal: Sieht aus wie ein riesiger Löwenzahn mit grasartigen, schmalen Blättern.

Blüten

Die Samen sind als riesige Pusteblume unterwegs.

echte Kamille / Hundskamille
Echte Kamille / Hundskamille (Matricaria chamomilla / Anthemis)
Unterscheidungsmerkmal: Die Echte Kamille riecht wunderbar typisch nach Kamille, ist meist etwas kleiner und ihr gelber Blütenboden ist innen hohl
Giftigkeit / Essbarkeit: Beide ungiftig. Nur die Echte Kamille ist eine hochgeschätzte Heilpflanze (hervorragend als Tee oder zum Gurgeln).
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Äcker, Brachen, Schuttplätze, Wegränder; liebt offene Böden.

die Blätter sehen aus wie Dill

einfach die braun gewordenen Blütenkörbchen

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die Samen reifen in den verblühten, braun gewordenen, kegelförmigen Blütenkörbchen.
Weide-Eignung: Unbedenklich; Echte Kamille wirkt im Heu beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt der Tiere.
Ökologischer Wert: Beide Arten werden von einer immensen Anzahl an Wildbienenarten (insbesondere kleinen Schmalbienen und Maskenbienen) wegen ihres leicht zugänglichen Pollens heiß begehrt.

Hundskamille ist größer, riecht aber gar nicht gut


Akelei
Akelei (Aquilegia vulgaris)
Ökologischer Wert: Bietet wertvolles Futter für langrüsselige Hummeln (z. B. die Gartenhummel), die als einzige an den tief sitzenden Nektar in den gespornten Blüten gelangen. Dient auch Schmetterlingen und Raupen als Nist- und Futterplatz.
Giftigkeit / Essbarkeit: In allen Pflanzenteilen giftig (enthält Magnoflorin, Verzehr verboten).
Blütezeit: Mai – Juli.
Standort / Boden: Lichte Wälder, Waldränder, Halbschatten, kalkhaltige und humose Böden.

Blüten

diese aufrecht stehenden verholzten Kapseln rasseln wie Klapperschlangen

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Versamt sich im Garten sehr willig.
Vorkommen / Schutz: In freier Natur selten geworden. ⚠️ Strenges Sammel- und Pflückverbot! Steht unter Naturschutz.
Samenstand / Kapsel: Aufrecht stehende, verholzte Balgkapseln. Bei Wind trocken geworden, rasseln die harten Samen darin wie kleine Klapperschlangen.
Weide-Eignung: Giftig für Weidetiere, wird auf der Weide wegen des bitteren Geschmacks jedoch instinktiv gemieden.

Blüten


Butterblumen
Scharfer Hahnenfuß / Butterblumen (Ranunculus acris)
Ökologischer Wert: Trotz der Giftigkeit für Säugetiere ökologisch wertvoll. Viele spezialisierte Käfer, Wildbienen (wie die Hahnenfuß-Scherenbiene) und Schmetterlinge lieben den glänzenden gelben Blütenbecher als Nahrungsquelle.
Giftigkeit / Essbarkeit: Stark giftig! Enthält Protoanemonin. Verzehr und intensiver Hautkontakt können zu schweren Vergiftungen bzw. Hautreizungen führen.
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Feuchte, nährstoffreiche Wiesen und Weiden; breitet sich dort oft stark aus.

Blüten

die Spitzen an den kleinen grünen Kugeln sind die Samen

In der Wiese breitet er sich oft stark aus
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Sehr starke Ausbreitung über Ausläufer und Samen.
Vorkommen / Schutz: Massenhaft häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kleine, grüne Kugeln, die mit vielen winzigen, leicht an der Spitze gebogenen Samenspitzen besetzt sind.
Weide-Eignung: Im frischen Zustand auf der Weide für Vieh giftig (wird meist stehen gelassen). Wichtig: Beim Trocknen zu Heu verflüchtigt sich das Gift komplett, sodass das Heu völlig unbedenklich ist.

Blüten


Löwenzahn
Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Ökologischer Wert: Als einer der wichtigsten ersten Frühlingsboten unersetzlich. Bietet gigantische Mengen an Nektar und Pollen für hunderte erwachende Insektenarten nach dem Winter.
Giftigkeit / Essbarkeit: Komplett essbar. Junge Blätter eignen sich hervorragend für Salat; Blüten für Löwenzahnhonig.
Blütezeit: April – Mai (Hauptblüte), blüht vereinzelt bis in den Herbst.
Standort / Boden: Sehr anpassungsfähig; nährstoffreiche Wiesen, Gärten, Äcker.

Blüten

Pusteblumen

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Extrem starke Selbstausbreitung.
Vorkommen / Schutz: Massenhaft häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die bekannten, runden “Pusteblumen” mit filigranen Fallschirm-Flugsamen.
Weide-Eignung: Wertvolles, milchförderndes und gesundes Futter für Weidetiere, wird sehr gern gefressen.

Blüten

Pusteblumen

Auf der Wiese
Spitzwegerich
Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Ökologischer Wert: Bietet zwar keinen Nektar, dafür aber reichlich Pollen für Wildbienen und Schwebfliegen. Absolut unersetzlich als Raupenfutter für viele bedrohte Schmetterlingsarten (wie den Wegerich-Scheckenfalter).
Giftigkeit / Essbarkeit: Komplett essbar. Junge Blätter schmecken leicht nach Champignons. Altbekannte, hocheffektive Heilpflanze.
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Wiesen, Weiden, Wegränder, Parkanlagen; extrem trittfest.

Blüten


Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breitet sich sehr gut selbst aus.
Vorkommen / Schutz: Überall extrem häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Aufrechte, braune, feste, knopfartige Ähren, auf denen kleine Kapseln sitzen.
Weide-Eignung: Hervorragend. Eine der gesundheitlich wertvollsten Pflanzen auf Viehweiden (wirkt antibakteriell und stärkt das Immunsystem).

Blüten


Auf der Wiese
Waldmeister
Waldmeister (Galium odoratum)
Ökologischer Wert: Liefert zeitigen Nektar im schattigen Wald für forstlebende Insekten und dient winzigen, spezialisierten Käferarten als Lebensraum.
Giftigkeit / Essbarkeit: Nur in geringen Mengen verzehren! Enthält Cumarin, das bei Überdosierung Kopfschmerzen verursacht.
Blütezeit: April – Juni.
Standort / Boden: Schattige Laubwälder (besonders Buchenwälder), lockerer, humusreicher Waldboden.

Blüten

dunkelbraune kugelige Kapseln mit Kletthaken

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Bildet dichte Teppiche über unterirdische Ausläufer.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kleine, dunkelbraune, kugelige Kapseln, die mit winzigen Kletthaken besetzt sind.
Weide-Eignung: Spielt auf Kulturweiden wegen des Waldstandorts keine Rolle.

Blüten


Im Wald
Wald-Sauerklee
Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
Ökologischer Wert: Wichtige frühe Insektenweide im tiefen Kronenschluss der Wälder, wo kaum andere Lichtquellen den Boden erreichen.
Giftigkeit / Essbarkeit: Essbar, schmeckt erfrischend säuerlich. Wegen der enthaltenen Oxalsäure jedoch nur in mäßigen Mengen genießen.
Blütezeit: April – Juni.
Standort / Boden: Extrem schattentolerant; feuchte, saure Waldböden, Nadel- und Laubwälder.

Blüten
kantige hellgrüne Kapsel, aufrecht an dünnen Stiel

die Samenkapseln springen auf und schleudern die Samen meterweit
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breitet sich teils kissenartig aus.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Fünffächerige Kapseln, die die reifen Samen bei Berührung explosionsartig herausschleudern.
Weide-Eignung: Wird im Wald gelegentlich von Wild und Nagetieren gefressen; für Weidevieh in großen Mengen ungesund.


Acker-Rettich
Acker-Rettich / Hederich (Raphanus raphanistrum)
Ökologischer Wert: Lebenswichtig für hochgradig spezialisierte Wildbienen. Er ist eine Hauptnahrungsquelle für die akut bedrohte Blauschillernde Sandbiene (Andrena agilissima) und viele Schmetterlinge .
Giftigkeit / Essbarkeit: Komplett essbar. Blätter und Blüten geben scharfen Senfgeschmack.
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Brachflächen, Äcker, Wegränder; liebt eher kalkarme, mäßig saure Böden.

Blüten


Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Sehr robust und stark ausbreitend.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Gliederschoten, bei Reife in einsamige Teilstücke abgeschnürt
Weide-Eignung: In geringen Mengen unbedenklich, wird wegen der Schärfe (Senföle) auf der Weide aber meist gemieden.

Blüten


Auf der Wiese
weiße Lichtnelke
Weiße Lichtnelke (Silene latifolia)
Ökologischer Wert: Ein absolutes Paradies für Nachtfalter (z. B. Nelkeneulen). Die Blüten öffnen sich erst am späten Nachmittag und verströmen nachts einen intensiven Duft. Zudem eine wichtige Futterpflanze für viele Schmetterlingsraupen.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Wurzeln enthalten Seifenstoffe (Saponine), kulinarisch unbedeutend.
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Wegränder, Schuttplätze, Äcker, nährstoffreiche Wiesen.

Blüten


Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Gelblich-braune, eiförmige Kapselfrüchte, die sich an der Spitze mit zehn Zähnen öffnen.
Weide-Eignung: Unbedenklich, wird im Heu problemlos mitgefressen.

Die Samen sind in gelblich-braune Kapselfrüchten


Auf der Wiese
Gras-Sternmiere
Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
Ökologischer Wert: Die zierlichen weißen Blüten werden von zahlreichen kleinen Wildbienen besucht. Die Pflanze dient zudem verschiedenen Schmetterlingsraupen als wichtige Nahrung.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, besitzt aber keinen kulinarischen Nutzwert.
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Magere Wiesen, Heiden, Wegränder, lichte Gebüsche.

Blüten

Es bilden sich längliche, kleine Kapselfrüchte

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Bildet lockere, rasige Bestände.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kleine, längliche Kapselfrüchte, die aus den verblühten Kelchen herusschauen.
Weide-Eignung: Ausgezeichnete, zarte Beipflanze, die gut für die Wiesengemeinschaft und den Boden ist.

Blüten


Auf der Wiese
Pippau
Pippau (Crepis)
Ökologischer Wert: Dieser “Mini-Löwenzahn” bietet einer riesigen Anzahl an Wildbienen sowie diversen Schmetterlings-Raupen dauerhaft Futter.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Die Blätter des Wiesen-Pippaus sind essbar und schmecken ähnlich wie milder Löwenzahn.
Blütezeit: Mai – August / September (je nach Unterart).
Standort / Boden: Frischwiesen, Rasen; nährstoffliebend.

leuchtend gelb

kleine Pusteblumen

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Bildet kleine, zierliche Pusteblumen
Weide-Eignung: Gute, ertragreiche und vom Vieh gern gefressene Futterpflanze

leuchtend gelb

kleine Pusteblumen

Borretsch
Borretsch (Borago officinalis)
Ökologischer Wert: Ein phänomenaler Nektarproduzent. Dauertankstelle für Hummeln und Bienen .
Giftigkeit / Essbarkeit: Essbar (“Gurkenkraut”). nur in kleinen Mengen verzehren (enthält Pyrrolizidinalkaloiden) .
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Gärten, Schuttplätze, Weinberge; liebt lockere, nährstoffreiche Böden.

Blüten

der braun gewordene Blütenkelch

Heimisch / Ausbreitung: Nein (Ursprünglich Mittelmeerraum, aber fest eingebürgert). Breitet sich über Ameisen fleißig aus.
Vorkommen / Schutz: Häufige Kultur- und Gartenpflanze / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die harten Klausensamen sitzen tief im verblühten borstigen Blütenkelch
Weide-Eignung: aufgrund der Alkaloide in größeren Mengen ungeeignet; wird wegen der rauen Borsten gemieden.

Blüten


Rotklee
Rotklee (Trifolium pratense)
Erkennungsmerkmal: Dreizählige Blätter mit typischer hellerer V-Zeichnung und rundliche, rosa-rotviolette Blütenköpfe.
Giftigkeit / Essbarkeit: Essbar; Blüten und junge Blätter werden gern für Salate oder Tees verwendet.
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Wiesen, Weiden, nährstoffreiche, mittelschwere Böden.

Blüten

Die Samen befinden sich im verblühten Blütenkopf.

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Ausbreitung über Samen und Ausläufer.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die kleinen Samen befinden sich gut geschützt direkt im vertrockneten, braun gewordenen Blütenkopf.
Weide-Eignung: Hervorragendes, eiweißreiches Futter
Ökologischer Wert: zahlreiche Hummelarten und Tagfalter (z. B. den Hauhechel-Bläuling), die mit ihren langen Rüsseln die tiefen Blütenröhren leeren .

Blüten


Auf der Wiese
Acker-Witwenblume
Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
Standort / Boden: Sonnige, trockene Wiesen, Halbtrockenrasen, Wegränder.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Junge Blätter theoretisch essbar, aber rau und mäßig im Geschmack.
Blütezeit: Mai – September (oft bis spät in den September).

Blüten

grüne Kugeln bleiben als Samenstände übrig

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßige Ausbreitung.
Vorkommen / Schutz: Mäßig häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: harte, grüne bis bräunliche stachelige Kugeln
Weide-Eignung: Gute, gern gefressene Futterpflanze auf Heuwiesen.
Ökologischer Wert: Magnet für unzählige Tagfalter. Essentiell für hochgradig spezialisierte, seltene Bienen wie die Knautien-Sandbiene, die ausschließlich den rosa Pollen sammelt.

Blüten


Auf der Wiese
Hornklee
Hornklee (Lotus corniculatus)
Erkennungsmerkmal: Gelbe Schmetterlingsblüten, die sich beim Verblühen oft rötlich-orange verfärben.
Giftigkeit / Essbarkeit: In geringen Mengen ungiftig, enthält aber Spuren von cyanogenen Glykosiden (daher nicht für den Verzehr in Massen empfohlen).
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Magere Wiesen, Wegränder, Halbtrockenrasen; verträgt Trockenheit.

Blüten

Die oft sternförmig abstehenden Samen”Hörner” gaben dem Klee seinen Namen.

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breitet sich selbst gut und kriechend aus.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: längliche, braune Hülsen, die sternförmig abstehen und wie kleine “Hörner” aussehen.
Weide-Eignung: Wertvolle Futterpflanze mit hohem Proteingehalt
Ökologischer Wert: Eine der ökologisch wertvollsten Pflanzen überhaupt. Er dient über 60 Falterraupenarten (darunter dem Hauhechel-Bläuling und dem Widderchen) als Hauptnahrung und zieht extrem viele Wildbienenarten an.

Blüten


Auf der Wiese
Natternkopf
Natternkopf (Echium vulgare)
Erkennungsmerkmal: Raue, borstige Pflanze mit aufrechten Blütenkerzen, deren Blüten sich von rosa Knospen in leuchtendes Blau verwandeln; die Staubblätter ragen wie eine Schlangenzunge heraus.
Giftigkeit / Essbarkeit: Für den Menschen aufgrund von Pyrrolizidinalkaloiden schwach giftig (nicht verzehren).
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Extrem hitze- und trockenheitsresistent; wächst auf Schotter, Bahndämmen, Magerrasen und sonnigen Hängen.

Blüten

Samen befinden sich in der verblühten rauen Blütenkerze

Auf der Wiese
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Selbstaussaat.
Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Die harten Samen sitzen in der verblühten, rauen, stachligen Blütenkerze.
Weide-Eignung: Wegen der rauen Behaarung meist gemieden; für Pferde und Rinder wegen Lebertoxizität ungeeignet.
Ökologischer Wert: Der absolute Schmetterlings- und Bienenmagnet. Bietet extrem zuckerreichen Nektar. Lebensnotwendig für die spezialisierte Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca).

Blüten


Auf der Wiese
weißes Labkraut
Weißes Labkraut (Galium album)
Ökologischer Wert: Wichtige Futterpflanze für die Raupen des Taubenschwänzchens und verschiedener Spannerarten. Bietet zahlreichen Fliegen und Wildbienen leicht zugänglichen Nektar.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Komplett essbar. Junge Triebe schmecken mild-erbsig in Salaten.
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Fettwiesen, Wegränder, Gebüsche; nährstoffreiche Lehmböden.

einige Schmetterlinge nisten nur in Labkraut


Findest du mal echtes Labkraut, ist es gelb statt weiß
Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breitet sich mäßig über kriechende Rhizome aus.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Kleine, paarweise angeordnete, glatte braune Kügelchen.
Weide-Eignung: Sehr gutes, proteinreiches Futtergras auf Weiden; im Heu allerdings leicht brüchig.

einige Schmetterlinge nisten nur in Labkraut

überall sind kleine braune “Pünktchen”

Samen Kügelchen
Taubenkropf-Leimkraut
Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)
Ökologischer Wert: ziehen Nachtfalter an. Hummeln trinken Nektar, indem sie die Kelche von außen anbeißen.
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Die jungen Triebe vor der Blüte gelten in Italien als Delikatesse und schmecken gekocht nach Erbsen und Lakritz.
Blütezeit: Mai – September.
Standort / Boden: Sonnige Magerrasen, Wegränder, Schotterflächen; kalkhaltig

Blüten

kugelrunde, aufgeblasene Kelche wie trockenes braunes Papier

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig über tiefe Pfahlwurzeln und Samen.
Vorkommen / Schutz: Häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: aufgeblasener, papierartiger Kelch (sieht aus wie ein Taubenkropf).
Weide-Eignung: Gutes Futterkraut, wird von Rindern und Schafen gern gefressen.

Blüten

kugelrunde, aufgeblasene Kelche wie trockenes braunes Papier

Schöllkraut
Schöllkraut (Chelidonium majus)
Ökologischer Wert: Pollen für Wildbienen. Der kriechende Saft schützt die Pflanze vor Schneckenfraß.
Giftigkeit / Essbarkeit: Giftig (besonders der klebrige, orangefarbene Milchsaft). Enthält zahlreiche Alkaloide. Reizt die Haut und führt innerlich zu schweren Magen-Darm-Entzündungen. Bekanntes Volksheilmittel gegen Warzen (äußerlich).
Blütezeit: Mai – Oktober.
Standort / Boden: Halbschattige Plätze an Mauern, Hecken, Schuttplätzen; liebt stickstoffreiche, lockere Böden.

Blüten


Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig bis stark.
Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / Nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: Schmale, schotenartige Kapseln. Die Samen besitzen ein fettreiches Anhängsel, weshalb sie von Ameisen verschleppt werden
Weide-Eignung: Giftig. wegen des stechenden Geruchs und brennenden Geschmacks vom Vieh exakt stehengelassen.

Blüten

Silberblatt
Einjähriges Silberblatt (Lunaria annua)
Erkennungsmerkmal: grob gezähnte Blätter , purpurrote Blüten, gefolgt von den charakteristischen „Silbertalern“
Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Blätter und Samen schmecken leicht scharf (senfartig)
Blütezeit: April – Juni.
Standort / Boden: Halbschattige, feuchte Plätze; nährstoffreiche lockere Lehmböden. Oft in lichten Wäldern, Gebüschen

Blüten


Heimisch / Ausbreitung: gilt in Mitteleuropa als eingebürgerter Neophyt (Stauden-Archeophyt). Verbreitet sich stark, wenn die Schoten im Wind aufplatzen.
Vorkommen / Schutz: Häufig verwildert in Siedlungsnähe / nicht geschützt.
Samenstand / Kapsel: flache, runde flache Silberkapseln. Übrig bleibt die silbrig-glänzende, pergamentartige Trennwand
Weide-Eignung: wird von Weidetieren wegen des Senfgeschmack verschmäht.
Ökologischer Wert: wichtige frühe Nektarquelle für Bienen und Schmetterlinge (insbesondere den Aurorafalter). Die Blätter dienen den Raupen des Aurorafalters und des Großen Kohlweißlings als Nahrung.

Blüten

