Blumenwiesen im Herbst

Herbstwiese
Herbstwiese

Diese Blumen blühen im Herbst

Im Taumel des Grases tanzen die wilden Blumen mit dem Wind. Ungezügelt, frei und wunderschön – die Natur braucht keinen Rahmen.

Schafgarbe

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Erkennungsmerkmal: Gefiederte Blätter (“Augenbraue der Venus”) und weiße bis schmutzig-weiße, flache Scheindolden. Selten kommen in der Natur auch violette/rosa Farbvarianten vor.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Junge Blätter sind essbar und schmecken sehr gut, leicht herb-würzig im Salat. Wertvolle Heilpflanze.

Blütezeit: Juni – Oktober.

Standort / Boden: Wiesen, Wegränder, Halbtrockenrasen; liebt sonnige Plätze.

Blüten

Schafgarbe Samen

Die vertrockneten Blüten werden zu den Samenständen

Schafgarbe

Auf der Wiese

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Sehr anpassungsfähig, mäßig bis starke Ausbreitung.

Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Die vertrockneten, braun werdenden flachen Doldenblüten verbleiben im Winter am Stängel und beherbergen die winzigen Samen.

Weide-Eignung: Hervorragend. Gilt als “Apotheke der Weide”, da sie die Verdauung der Tiere fördert.

Ökologischer Wert: Ein echtes Riesenbuffet für hunderte Insektenarten. Käfer, Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge nutzen sie monatelang. Auch als Raupenfutter (z. B. für diverse Spannerarten) von großer Bedeutung.

rosa Schafgarbe

Es gibt auch violette Schafgarbe

rosa Schafgarbe

schon fast Pink

rosa Schafgarbe


Herbst Löwenzahn

Herbst-Löwenzahn (Scorzoneroides autumnalis)

Erkennungsmerkmal: zierlicher als gewöhnlicher Löwenzahn, hat verzweigte, dünne, meist blattlose Stängel

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Blätter und Blüten sind essbar (bitterer als Löwenzahn).

Blütezeit: Juni – Oktober (Hauptblüte ab September bis in den Spätherbst).

Standort / Boden: Rasenflächen, Weiden, Wegränder

leuchtend gelb

Pusteblumen

Herbst Löwenzahn

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Verbreitet sich über fliegende Samen sehr gut selbst.

Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Bildet wie der Frühlings-Löwenzahn kleine Pusteblumen

Weide-Eignung: Gute Futterpflanze, wird vom Vieh gern gefressen.

Ökologischer Wert: Der “elegante” oder “schlanke” Löwenzahn ist überlebenswichtig im Herbst für sehr viele Wildbienenarten (besonders Sandbienen und Furchenbienen) und dient Schmetterlingsraupen als Nahrung.

herbst löwenzahn

leuchtend gelb

herbst löwenzahn

Pusteblumen

Herbst Löwenzahn


Flockenblume

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Erkennungsmerkmal: Violette bis purpurfarbene, distelähnliche Blüten

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Blüten können als Dekoration gegessen werden

Blütezeit: Juni – Oktober.

Standort / Boden: Frischwiesen, Halbtrockenrasen, Wegränder.

Flockeblume

Blüten

flockenblumen samenkapseln

vertrockneter Blütenkopf

FlockenBlumen

Auf der Wiese

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute, unaufdringliche Selbstaussaat.

Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: im vertrockneten, braun becherförmigen Blütenkopf inmitten von harten “Schuppen”.

Weide-Eignung: Gute Heupflanze, auf der Weide wegen Bitterkeit gemieden

Ökologischer Wert: Einer der allerbesten Nektar- und Pollenspender im Sommer. Bis zu 70 Schmetterlingsarten (darunter der Schwalbenschwanz und das Tagpfauenauge) sowie spezialisierte Wildbienen fliegen sie an.

flockenblume

Die Samen reifen in den “Schuppen”

Flocken blume

Knospen der Wiesen-Flockenblume

Knospen


Wegwarte

Wegwarte (Cichorium intybus)

Erkennungsmerkmal: Himmelblaue Blütensterne an harten, zähen Stängeln.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Komplett essbar. Aus den Wurzeln wurde früher Zichorienkaffee (Kaffee-Ersatz) hergestellt; die Blätter sind nah verwandt mit Chicorée.

Blütezeit: Juni – Oktober.

Standort / Boden: Trockene Wegränder, Brachflächen; harte, sonnige Böden.

Wegwarte

Blüten

Wegwarte verblüht

Die Samen reifen in festen braunen Kelchen

Wegwarte

Auf der Wiese

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßige Ausbreitung.

Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Die Samen reifen in festen, braunen, holzigen Kelchen

Weide-Eignung: Unbedenklich. Bitterstoffe gut für die Darmgesundheit (wirkt gegen Würmer).

Ökologischer Wert: Die Blüten öffnen sich nur morgens und schließen sich mittags. In dieser kurzen Zeit werden sie von zahlreichen Wildbienen (z. B. der Hosenbiene) gestürmt. Im Herbst und Winter schätzen Vögel (wie der Stieglitz) die ölreichen Samen.

Wegwarte

Blüten

Wegwarte verblüht

Die Samen reifen in festen braunen Kelchen

Auf der Wiese


Hohlzahn

Hohlzahn (Galeopsis)

Erkennungsmerkmal: Lippenblütler mit charakteristischen, hohlzahnartigen Ausbuchtungen

Giftigkeit / Essbarkeit: Essbar. Blätter & Blüten können für Salate oder Tees genutzt werden.

Blütezeit: Juni – Oktober.

Standort / Boden: Waldränder, Äcker, stickstoffreiche Böden.

Hohlzahn

Blüten

Hohlzahn Samenstand

feste, quirlartige Fruchtstände um den Stängel

Hohlzahn

Auf der Wiese

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Starke Selbstaussaat.

Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Die Samen sitzen in festen, quirlartigen, stacheligen Fruchtständen

Weide-Eignung: wegen der harten, stacheligen Fruchtkelche frisch gemieden, im Heu ok.

Ökologischer Wert: Hervorragende Tankstelle für Hummeln und kräftige Wildbienen, die die Unterlippe der Blüte herunterdrücken können. Die Samen sind eine wichtige Winternahrung für Vögel.

Hohlzahn

Blüten

Hohlzahn Samen

feste, quirlartige Fruchtstände um den Stängel

Hohlzahn

Auf der Wiese


kleine Braunelle

Kleine Braunelle (Prunella vulgaris)

Erkennungsmerkmal: Sehr niedriger Wuchs, blau-violetter Blütenkopf.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig und komplett essbar (schmeckt mild-würzig).

Blütezeit: Juni – Oktober.

Standort / Boden: Rasen, Weiden, Waldwege; extrem robust und übersteht selbst häufiges Rasenmähen.

kleine Braunelle

Blüten

Braunelle

Die Samen sind in “Miniatur-Tannenzapfen”

Auf der Wiese

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breite Ausbreitung über Kriechsprosse und Samen.

Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: braune, zapfenartigen Fruchtstände, die optisch wie “Miniatur-Tannenzapfen” aussehen.

Weide-Eignung: Gute, unbedenkliche Beipflanze auf Weiden.

Ökologischer Wert: Eine phänomenale Bienenweide. Sichert das Überleben von Hummeln und Wildbienen.

braunelle

Blüten

Braunelle

Die Samen sind in “Miniatur-Tannenzapfen”

braunelle

Auf der Wiese


echtes Leinkraut

Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)

Erkennungsmerkmal: kleine gelb-orange Löwenmäulchen

Giftigkeit / Essbarkeit: In geringen Mengen ungiftig, schmeckt aber sehr herb-bitter

Blütezeit: Juni – Oktober (blüht sehr ausdauernd).

Standort / Boden: Sonnige, trockene Plätze, Bahndämme, Wegränder, Sandböden.

Leinkraut, echt

Blüten

Leinkraut

Samen in braunen ovalen Kügelchen direkt am Stiel

leinkraut

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßige Ausbreitung über Ausläufer und Samen.

Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Die Samen reifen in kleinen, braunen, ovalen Kügelchen (Kapseln)

Weide-Eignung: Wird vom Vieh wegen des bitteren Geschmacks auf der Weide verschmäht.

Ökologischer Wert: Große Hummeln und kräftige Wildbienen (z. B. Blattschneiderbienen) nutzen sie intensiv. Zudem wichtige Futterpflanze für spezialisierte Falter-Raupen.

Leinkraut

Blüten

Leinkraut

leinkraut

lange sternförmige Blätter


Klett-Labkraut

Klett-Labkraut (Galium aparine)

Erkennungsmerkmal: Lange, Stängel mit Blattquirlen, die sich mit Haken überall “festkletten”.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig und essbar. Die Samen wurden früher geröstet als Kaffee-Ersatz verwendet.

Blütezeit: Juni – Oktober.

Standort / Boden: Nährstoff- und stickstoffreiche Böden, Äcker, Gebüsche.

Blüten

klett labkraut

braune Doppelkügelchen mit Kletthaken

klett labkraut

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Extrem starke Selbstausbreitung

Vorkommen / Schutz: Extrem häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Kleine, braune Doppelkügelchen, mit winzigen Kletthaken

Weide-Eignung: Unbedenklich, wird von Gänsen und Kaninchen geliebt, im Heu mitgefressen.

Ökologischer Wert: Unscheinbar, aber eine extrem wichtige Futterpflanze für die Raupen vieler wunderschöner Schmetterlinge, wie z. B. des Taubenschwänzchens oder des Labkraut-Schwärmers.

Blüten

klett labkraut

braune Doppelkügelchen mit Kletthaken

klett labkraut


Habichtskraut

Habichtskraut (Hieracium)

Erkennungsmerkmal: Gelbe, löwenzahnähnliche Blüten

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, aber geschmacklich meist bitter.

Blütezeit: Mai – Oktober.

Standort / Boden: Extrem magere, trockene, sandige oder steinige Böden; sehr zäh

Blüten

Habichtskraut Samen

Pusteblumen

Habichtskraut

wächst auch in Pflasterritzen

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Gute Selbstausbreitung.

Vorkommen / Schutz: Häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Bildet nach der Blüte weiße “Pusteblumen”

Weide-Eignung: Unbedenklich, wird gern von Schafen und Ziegen gefressen.

Ökologischer Wert: Überlebenskünstler auf Extremstandorten. Überaus wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Wildbienen (Spezialisten für Korbblütler) und diverse Schmetterlinge.

Habichtskraut

Blüten

habichtskraut

Pusteblumen

Habichtskraut Samen

wächst auch in Pflasterritzen


Hirtentäschelkraut

Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris)

Erkennungsmerkmal: Kleine weiße Blüten an der Spitze, darunter die typischen herzförmigen Blätter/Täschchen.

Giftigkeit / Essbarkeit: Komplett essbar. Der Geschmack erinnert an Rucola.

Blütezeit: März – November (ausdauernd).

Standort / Boden: Nährstoffreiche, offene Böden, Äcker, Gärten und Wegränder.

hirtentäschle

kleine weiße Blüten, herzförmige Blätter

Hirtentäschle Samen

Samen in den herzförmigen Täschchen

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Sehr starke Selbstausbreitung.

Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Die Samen reifen in den charakteristischen, herzförmigen kleinen “Täschchen”

Weide-Eignung: Unbedenklich; in kleinen Mengen von Tieren gefressen, besitzt zudem blutstillende Eigenschaften.

Ökologischer Wert: Bietet eine extrem frühe und lange Nahrungsquelle für Wildbienen. Wichtiges Futter für die Raupen mehrerer Weißlings-Schmetterlingsarten.

hirtentäschel

kleine weiße Blüten, herzförmige Blätter

Hirtentäschle Samen

Samen in den herzförmigen Täschchen

hirtentäschelkraut


Taubnesseln

Taubnesseln (Lamium)

Erkennungsmerkmal: Nesselartige Blätter, die nicht brennen; Blüten gibt es jin Violett oder Weiß

Giftigkeit / Essbarkeit: Komplett essbar.

Blütezeit: April – Oktober

Standort / Boden: Stickstoffreiche Böden, Halbschatten, Gräben

Taubnessel rot

Nesseln mit kleinen violetten Blüten

breitet sich über Ausläufer stark aus

Taubnesseln

auch in weiß

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Breitet sich über Ausläufer und Samen stark aus.

Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Die Samen liegen als kleine Klausen tief am Grund des verblühten Kelches.

Weide-Eignung: Unbedenklich und schmackhaft für Weidetiere.

Ökologischer Wert: Ernährt im frühen Frühjahr sowie sehr spät im Jahr noch viele Insektenarten. Langrüsselige Hummeln und Pelzbienen schätzen sie.

Taubnessel

Nesseln mit kleinen violetten Blüten

Taubnesseln

breitet sich über Ausläufer stark aus

taubnessel

auch in weiß


Besenheide (Heidekraut)

Besenheide / Heidekraut (Calluna vulgaris)

Ökologischer Wert: exklusive Lebensgrundlage für die spezialisierte Heidekraut-Seidenbiene (Colletes succinctus) und ernährt unzählige Schmetterlinge und Hummeln vor dem Winter.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Die Blüten ergeben einen hervorragenden, heilenden Heidekraut-Tee.

Blütezeit: August – November

Standort / Boden: Kalkfreie, saure, nährstoffarme Sand- und Moorböden; Heidebiotope.

Besenheide

rosa.violette

Besenheide

die blüten werden papierartig trocken

benötigt sandigen, nährstoffarmen Boden

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Bildet riesige, langlebige Teppiche.

Vorkommen / Schutz: Regional häufig (z. B. Lüneburger Heide), Regional auf der Roten Liste

Samenstand / Kapsel: Winzige, vierfächerige Kapseln, tief in den vertrockneten, rosa-braun gewordenen Blütenkelchen

Weide-Eignung: Essentiell für Heidschnucken (spezielle Schafrasse), für normales Großvieh als Futter ungeeignet.

Besenheide

Besenheide


Acker-Löwenmaul

Acker-Löwenmaul (Misopates orontium)

Erkennungsmerkmal: Kleine, violette oder weiße Blüten, wie Miniatur-Löwenmäulchen; schmale Blätter.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, aber extrem bitter

Blütezeit: Juli – Oktober.

Standort / Boden: Äcker, Gärten; sand oder lehm Boden.

Acker-Löwenmaul

Blüten

Acker-Löwenmaul Samen

eiförmige Kapseln

Acker-Löwenmaul weiß

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Verbreitung über Samen.

Vorkommen / Schutz: ⚠️ Strengstens verboten zu pflücken oder auszugraben! Die Pflanze steht unter Naturschutz, da sie vom Aussterben bedroht ist.

Samenstand / Kapsel: Die Samen reifen in einer charakteristischen, eiförmigen Kapsel, die optisch an einen kleinen Totenkopf erinnert, wenn sie aufplatzt.

Weide-Eignung: Spielt auf Weiden aufgrund des seltenen Vorkommens keine Rolle.

Ökologischer Wert: Bietet spät im Jahr spezialisierten und seltenen Wildbienen (z. B. Pelzbienen) eine unersetzliche Nahrungsquelle.

Acker Löwenmaul

Blüten

Acker-Löwenmaul

eiförmige behaarte Kapsel

Acker-Löwenmaul Samen

erinnert an Totenköpfe


Sonnenblume

Sonnenblume (Helianthus annuus)

Erkennungsmerkmal: gelbe Blütenköpfe, der Sonne folgend (Heliotropismus).

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Knospen, Blütenblätter und die Kerne sind komplett essbar

Blütezeit: Juli – Oktober.

Standort / Boden: Tiefgründige, extrem nährstoffreiche und humose Böden; vollsonnig.

Sonnenblume

Blüten

Sonneblume Samen

Die essbaren Kerne werden direkt im Blütenkopf gebildet

Sonneblume Samen

Heimisch / Ausbreitung: Nein (Kultur- und Ackergast). Keine Ausbreitung, muss meist gesät werden.

Vorkommen / Schutz: Häufige Kulturpflanze / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Die ölreichen Sonnenblumenkerne werden dicht gedrängt im riesigen, vertrockneten Blütenkopf gebildet.

Weide-Eignung: Hervorragendes Futter; Blätter und Stängel können verfüttert werden.

Ökologischer Wert: Zuerst eine gigantische Bienenweide für Honig- und Wildbienen. Im Herbst und Winter mutiert der Kopf zum wichtigsten, natürlichen Vogelfutterplatz

Junger Trieb

Sonnenblume

Die essbaren Kerne werden direkt im Blütenkopf gebildet

Junge Sonnenblume


Stinkender Storchschnabel

Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum)

Erkennungsmerkmal: Kleine rosa Blüten, tief geschlitzte Blätter

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Riecht unangenehm beim Zerreiben ist aber völlig harmlos

Blütezeit: Juni – Oktober

Standort / Boden: Schattig, feucht; Wälder, Mauerecken

Blüten

braune lange dünne “Schnäbel” die aufspringen

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Starke Selbstausbreitung durch Schleudermechanismus.

Vorkommen / Schutz: Sehr häufig / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Bildet lange, braune, “Schnäbel” (Fruchtkapseln), die bei Reife explosionsartig aufspringen

Weide-Eignung: Wird wegen des strengen Geruchs (ätherische Öle) vom Vieh gemieden.

Ökologischer Wert: Vertreibt durch seinen Geruch Schädlinge. Bietet im tiefen Schatten, wertvollen Nektar für Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen bis weit in den Herbst hinein.

Blüten


Ringelblume

Ringelblume (Calendula officinalis)

Erkennungsmerkmal: Leuchtend orangefarbene Korbblüten; filzig-klebrige Blätter.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Blüten und Blätter sind essbar (wunderschön im Salat). Hochgeschätzte Heilpflanze für Heilsalben und Tinkturen.

Blütezeit: Juni – z.T. November

Standort / Boden: Nährstoffreiche, lockere Gartenböden, Äcker; sonnig.

leuchtend Orange

ringel samen

rauer Kranz aus krummen, gekringelten Samen

Ringelblumen

die Wurzeln verbessern den Boden

Heimisch / Ausbreitung: Nein (Mittelmeerraum, bei uns heimisch geworden). Samt sich extrem gut selbst aus.

Vorkommen / Schutz: Häufige Gartenpflanze / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: rauer Kranz aus krummen, stark gekringelten Samen

Weide-Eignung: Unbedenklich, fördert die Tiergesundheit.

Ökologischer Wert: Bietet im extremen Spätherbst (Oktober/November) noch Nektar und Pollen für Schmetterlinge, Hummeln und Bienen. Die tiefen Pfahlwurzeln verbessern und lockern zudem aktiv den Boden.

ringelblumne

leuchtend Orange

Ringelblume

ringelblumne

die Wurzeln verbessern den Boden


Hasenklee

Hasenklee (Trifolium arvense)

Ökologischer Wert: Reichert karge Sandböden mit Stickstoff an. Überlebenswichtig für spezialisierte Sand-Wildbienen und Bläulinge.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig. Zum Essen ungeeignet.

Blütezeit: Juni – Oktober.

Standort / Boden: Sonnige, extrem magere Sandböden, Dünen, Brachflächen; kalkarm

Hasenklee Puschel

Blüten

Hasenklee

die grau gewordenen Puschel entwickeln Flugsamen

Hasenklee Samen

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). Mäßig.

Vorkommen / Schutz: Häufig in Sandgebieten / Nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Kleine, in den weich behaarten, rötlich-grauen “Puschel-Köpfen” verborgene Hülsenfrüchte.

Weide-Eignung: Schlecht. kaum Futterwert aufgrund hohem Haaranteil, geringer Blattmasse, vom Vieh verschmäht.

Hasenklee Samen

Hasenklee Puschel

Hasenklee


Eisenkraut

Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis)

Erkennungsmerkmal: Aufrechter, fast kahler Stängel mit fiederigen Blätter und winzigen, blassvioletten Blüten.

Giftigkeit / Essbarkeit: Ungiftig, getrocknet als bitterer Heiltee oder Tinktur

Blütezeit: Juni – Oktober.

Standort / Boden: Sonnige, warme Plätze; Lehm- und Tonböden. Häufig auf Schuttplätzen, an Wegrändern

Eisenkraut

Blüten

Eisenkraut Samen

die grau gewordenen Puschel entwickeln Flugsamen

echtes Eisenkraut

Heimisch / Ausbreitung: Ja (Heimisch). mäßige Ausbreitung

Vorkommen / Schutz: Verbreitet, stellenweise aber zurückgehend / nicht geschützt.

Samenstand / Kapsel: Bildet schmale, aufrechte, vierfächerige Kapseln

Weide-Eignung: Aufgrund extremer Bitterstoffe wird die Pflanze strikt gemieden.

Ökologischer Wert: Die kleinen, blassvioletten Blüten sind eine hervorragende Nektarquelle für zahlreiche Schmetterlinge (z. B. den Schwalbenschwanz), Schwebfliegen und langrüsselige Wildbienen.

Eisenkraut

Blüten

Eisenkraut verblpht

die grau gewordenen Puschel entwickeln Flugsamen

Eisenkraut